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Aus der Frankfurter Rundschau:
Oberschenkelverletzung des OFC-Verteidigers macht einen Einsatz bei seinem Ex-Klub nahezu unmöglich
VON ANDREAS HUNZINGER

Moses Sichone wirkte sichtlich geknickt. „Das ist sehr ärgerlich“, sagte der Innenverteidiger des Fußball-Zweitligisten Kickers Offenbach gestern. Der Grund für den Frust des Sambiers: Nachdem Sichone am vergangenen Sonntag beim 3:2-Sieg gegen Erzgebirge Aue nach 60 Minuten mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt worden war, gilt es als sicher, dass der 30-Jährige am kommenden Sonntag passen muss. Und das ausgerechnet, wenn der OFC bei Alemannia Aachen gastiert, von der der erfahrene Abwehrspieler im Juli nach Offenbach gewechselt war. „Ich gehe davon aus, dass ich nicht spielen kann“, sagte Sichone.

Auch der Offenbacher Mannschaftsarzt Ingo Tusk ist sehr skeptisch hinsichtlich der Einsatzchancen des Routiniers. „Eher nein“, antwortete Tusk auf die Frage, ob die medizinische Abteilung Sichone bis zum Sonntag noch hinbekomme. Schwere Zerrung im linken hinteren Oberschenkelmuskel, lautet die Diagnose, Tusk rechnet mit zehn Tagen Pause.

Wolfgang Frank vollführt da natürlich keine Luftsprünge. „Wenn Moses fit und in Form ist, ist er ein Klassemann“, so der OFC-Trainer, der mit seinem Team heute um 18 Uhr in Neu-Isenburg ein Testspiel gegen den Al Shaab Club aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bestreitet. Angstschweiß tritt Frank aber nicht auf die Stirn. „Martin Hysky ist doch da“, sagt der Coach. Der 31 Jahre alte Zugang von Rot-Weiss Essen, in den ersten Pflichtspielen nur Reservist, sei schließlich nicht geholt worden, „damit er auf der Bank sitzt“. Und gegen Aue habe Hysky nach seiner Einwechselung für Sichone auch „sehr gut gespielt“.