Robert Wulnikowski der beste Offenbacher

Aus der Offenbach Post:
Halbzeitbilanz der 22 eingesetzten Kickers-Profis: Torhüter mit einem Notenschnitt von 2,45 / Zinnow und Huber die stärksten Feldspieler

Von Holger Appel

Offenbach – Nach dem Abstieg aus der 2. Fußall-Bundesliga musste Hans-Jürgen Boysen, der Trainer der Offenbacher Kickers, eine neue Mannschaft formen. Das ist ihm gut gelungen. Der OFC, mit nur noch drei Akteuren aus der vergangenen Saison, belegt zur Winterpause überraschend den fünften Platz. Torhüter Wulnikowski, Huber und Zinnow erhielten durchschnittlich die besten Noten, die unsere Sportredaktion Spieltag für Spieltag vergeben hat.

TORHÜTER

Robert Wulnikowski: Der Zugang aus Siegen ist stark auf der Linie und bei hohen Bällen. Er beherrscht seinen Strafraum. Sicher der kompetenteste Torwart der 3. Liga – trotz Masuch (Emden), Linse (Aalen) und Glinker (Union Berlin). 20 Spiele/Schnitt 2,45

ABWEHR

Alexander Huber: Solide als rechter Verteidiger, schaltet sich immer wieder in den Angriff ein. Harmoniert prächtig mit Stefan Zinnow. Nur ein schwaches Spiel: gegen seinen ehemaligen Verein Eintracht Braunschweig (0:4 – OP-Note 5). 20/2,9

Nassim Banouas: Zählte nur in den ersten Spielen als Innenverteidiger zur Stammelf, wirkte selten souverän. Musste dann in der U23 ran. Zuletzt gegen die VfB-Amateure erstmals wieder in der 3. Liga eingesetzt. 9/3,8

Martin Hysky: Der Kapitän, einer von drei verbliebenen Profis, glänzt mit gutem Stellungsspiel, erledigt seinen Job solide. Hat als Innenverteidiger keine Minute versäumt und dabei nicht einmal Gelb gesehen. 20/3,4

Daniel Damm: Gutes Kopfballspiel, aber nicht der allerschnellste auf der linken Außenbahn. Oft mit Fehlpässen im Spielaufbau. 16/3,8

Dennis Malura: Kann sich auf der rechten Seite gegen Huber nicht durchsetzen. Stand nur einmal in der Anfangsformation. 10/3,6

Daniel Goldschmitt: Der 19-Jährige zeigte gute Ansätze. Nun mit einem Kreußbandriss außer Gefecht. 2/3,5

Mark Heitmeier: Solider Innenverteidiger, macht mit Martin Hysky hinten dicht. Guter Techniker, hat aber immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. 11/3,2

Maik Schutzbach: Verletzte sich in der Vorbereitung, seitdem erst vier Einsätze auf der linken Seite. Wirkt manchmal hektisch und nervös. 4/4,1

Fouad Brighache: Auch der Kapitän der U23 durfte schon links verteidigen. Drischt den Ball im Notfall auch mal auf die Tribüne. 4/3,3

MITTELFELD

Steffen Haas: Bildete zu Saisonbeginn mit Michael Kokocinski die Doppel-6 im defensiven Mittelfeld. Nach dem Systemwechsel der einzige “6er” vor der Abwehr. Kann den Spielmacher des Gegners kompromisslos ausschalten, aber auch selbst noch in der Offensive Akzente setzen. Traf vier Mal. 20/3,4

Michael Kokocinski: Läuft nach gutem Anfang seiner Form hinterher. Einige schwächere Spiele und die Umstellung auf nur noch einen “6er” haben ihn den Stammplatz gekostet. 16/3,8

Stefan Zinnow: Wieso hat er die letzten Jahre nur in Elversberg und somit meist gegen den Abstieg aus der Regionalliga gekickt? Kaum zu glauben, wenn man ihn auf der rechten Außenbahn wirbeln sieht. Bildet mit Huber die “Schokoladenseite” des OFC. Vierfacher Torschütze. 20/2,8

Sebastian Becker: Zweifellos ein feiner Fußballer mit viel Gefühl in den Füßen. Eigentlich ein echter Spielmacher. Ist aber noch nicht richtig angekommen beim OFC und in der 3. Liga. Noch immer ohne Torerfolg. 10/4

Benjamin Baier: Auch er fehlt mit Kreuzbandriss (zugezogen beim 3:1 gegen Haching). Mit guten Ansätzen. Man kann dem 20-Jährigen – ebenso wie Goldschmitt – nur die Daumen drücken, dass er 2009 in die Mannschaft zurückfindet. 13/3,7

Christian Fröhlich: Hat nach der Systemumstellung seinen Platz im offensiven Mittelfeld gefunden. Gute Standards, aber erst ein Tor – das aber gegen seinen Ex-Verein Jena, wo man ihn im Sommer ausgemustert hatte. 19/3,7

Christian Pospischil: Nachträglich an den Bieberer Berg zurückgeholt. Wenn die Kickers jetzt mit Doppel-6 agieren (wie zuletzt gegen die U23 des FC Bayern) kann er auf einen Einsatz neben Haas hoffen. 7/4,1

Kim Pascal Boysen: Der Trainer-Sohn durfte zuletzt gegen den VfB sechs Minuten mitwirken, ansonsten in der U23 im Einsatz. 1/nicht bewertet

ANGRIFF

Tufan Tosunoglu: Kehrte von der U23 des MSV Duisburg zurück, erkämpfte sich auf Anhieb einen Stammplatz und traf sieben Mal. Kann auf der linken Außenbahn und im Sturm eingesetzt werden. Manchmal noch zu eigensinnig, aber man erkennt immer wieder, welche Fähigkeiten in dem erst 20 Jahre alten Wirbelwind stecken. 20/3,3

Sead Mesic: Meist einzige Spitze. Großes Laufpensum, deckt den Ball prima ab, legt ihn den Mitspielern auf. Aber selbst erst vier Mal erfolgreich. Fällt nun wegen eines Mittelfußbruchs aus. 18/3,5

Matthias Morys: Der ehemalige Stuttgarter war bis zum letzten Spieltag 2008 doch hinter den Erwartungen geblieben. Zwar sprintstark und bemüht, aber das Zusammenspiel mit den Kollegen wollte nicht so recht klappen. Dann aber kam sein großer Auftritt: zwei Tore beim 2:0 gegen seinen Ex-Klub VfB. 12/3,7

Ugur Albayrak: Der nächste Stürmer, der länger ausfällt. Er hat sich an der Schulter verletzt. Meist in der U23 im Einsatz, zuletzt aber immer öfter bei den Profis. 7/3,8

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