…ich will heim nach Offenbach

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Wie beginnen in der Regel Schilderungen von Auswärtsfahrten ❓

Meistens damit, wie viele Stunden in Bahn, Bus oder Auto verbracht wurden, um den Verein seiner Qual zu begleiten.
Für mich war dieses Spiel in Köln das Einzige, wo mich die “Anreise” an alte Zeiten in Bieber erinnerte. Kein großes Planen oder Reiseausfallerscheinungen auf sich nehmen, sondern einfach nur den rot weißen Schal übergeworfen und auf den zehn Minuten Fußweg Richtung aufgemacht.
Die Untiefen des Fußballs bescheren den Kickers mal wieder eines dieser jährlichen End- bzw. Zitterspiele. Bei punktloser Abreise aus Köln wären die Tickets nach Elversberg oder Pfullendorf schon so sicher, wie gebucht. Um gegen dieses Schicksal anzuschreien sind gut 4000 Kickersnasen im Rheinland erschienen. So wirklich weiß ist die Wand sich im Vergleich zu anderen dieser seelenlosen Betonklötze von modernen Arenen sich positiv abhebenden Stadion, aus Kickersfans nicht geworden. Dennoch machte Stimmung auf den Rängen Hoffnung, dass die Kickers sich heute achtbar gegen den Finanz und Arroganz Riesen 1. FC Köln schlagen würden.

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Irgendwie wurde es auch geschafft die ersten fünfzehn Drangminuten der Kölner zu überstehen.
Da es sowieso am einfachsten ist von einer potenziell löchrigen Abwehr abzulenken, wenn nach Vorne hin was passiert, flankte der Odenthaler Thorsten Judt mal kurz auf Suat Türker, welcher den unbekannten yeti-wessels Ersatz keine Chance ließ und den Ball ins Tor köpfte.
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Im Laufe dieser Saison hatte sich ja gezeigt, dass die im Schatten eines Ziegenbocks spielenden Kölner eine ziemlich unerträgliche Ansammlung von Spielern mit Söldnermentalität und Hang zur Hybris unter der Regie eines komische Worte vor sich hin murmelnden Druiden namens Daum sind. Folgerichtig holte sich ein Franzose namens Ehret die Rote Karte ab und die Stimmung im Kickers Block nahm transzendente Formen an. Susi hatte eine Vision, die sich in drei Toren für den OFC aus mystischem Nebel hervor schwang.
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Trotz einiger Schrecksekunden in Form von Kölner Chancen ging es in die Halbzeit und erste Viertelstunde der zweiten Hälfte.
Doch dann musste ich plötzlich beim Blick auf die Anzeigetafel feststellen, dass derjenige Kölner zum Ausgleich getroffen hatte, welcher gegen die Kickers immer trifft. Der hoffentlich bald Leverkusener Patrick Helmes. Der OFC lässt sich ja gerne richtig schocken, so durfte nur zwei Minuten später Novakovic den Ball für die Kölner über Thier heben.
Da der durchschnittliche Fußballeventotto sich nur bei Toren zu körperlichen Äußerungen hinreißen lässt, sahen die Kölner Gesichter auf den Tribünen ziemlich nach dem aus, was sie sind, in erster Linie zahlende Kunden mit Notaus- bzw. Standbyknopf. 💡
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So etwas lässt sich der Fußballgott aber nicht jeden Tag bieten und schickt aus dem Schoss des schwarzen Abts einen griechischen Götterboten, welcher nach einer Ecke zum Ausgleich einköpft.
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Die restliche Zeit des Spieles ging für Nägelkauen oder Fingerdauertrommeln drauf, sowie der Gewissheit, dass dieses Spiel am nächsten Sonntag seine Steigerung in Form eines weiteren “Oma wo sin mei trope” Endspiels gegen Braunschweig erfährt.
Für mich wird die Fahrt zum Bersch, dann wieder zu dem was sie seit fünf Jahren ist: zu einer langen Fahrt… ➡
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