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„Ein Tag zum Genießen“ für die Kickers

Offenbach – Was für eine irre Show am Bieberer Berg: Die Offenbacher Kickers haben mit einem 7:0 (4:0)-Sieg gegen den FSV Frankfurt ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Nach dem höchsten Sieg seit dem Abstieg in die Fußball-Regionalliga Südwest 2013 und dem höchsten in 31 Duellen gegen den Mainrivalen feierten die völlig begeisterten Fans ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen. Von Jörg Moll

Kickers-Trainer Daniel Steuernagel lächelte, holte tief Luft und kommentierte dann ein Spiel, das die Offenbacher Fußballwelt in Verzücken versetzte. „Ein Tag zum Genießen“, meinte der 38-Jährige: „Dafür lohnt es sich, hart zu arbeiten. Es freut mich ungemein für die Jungs.“ Sein Gegenüber, Alexander Conrad, war dagegen völlig bedient: „Wir haben eine enorme Klatsche bekommen, das ist natürlich bitter, aber so ist Fußball eben auch.“

Conrad, bis 2017 selbst noch beim OFC als Co-Trainer von Oliver Reck unter Vertrag, hatte seine Mannschaft vergeblich vor den Offenbacher Stärken gewarnt. „Es hat nichts in dieser Woche auf eine solche Niederlage hingedeutet. Die Kickers haben es sehr gut gemacht, wir hatten große Probleme, die Zwischenräume zu schließen“, meinte er. „Wir hatten gehofft, auf Augenhöhe zu sein mit den Kickers, aber wir waren überhaupt nicht präsent. Ich bin maßlos enttäuscht, das war eine katastrophale Vorstellung von uns. Wir sind aufgetreten wie eine Schülermannschaft, müssen das jetzt mit dem Trainer und der sportlichen Leitung aufarbeiten“, betonte der fassungslose FSV-Präsident Michael Görner.

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OFC: Firats zweite Heimspiel-Gala – auf den Spuren von di Maria

Offenbach – Kurz vor dem Ende des einseitigen Derbys in der Fußball-Regionalliga Südwest lief der überragende Serkan Firat genüsslich an der Torauslinie entlang Richtung Haupttribüne. Zum Eckball für die Kickers. Niemand saß zu diesem Zeitpunkt mehr auf seinen Plätzen. Von Holger Appel

Firat spielte den Ball nach innen – abgewehrt, wieder zum Eckball. Den nächsten Versuch zirkelte der 24-Jährige an den rechten Pfosten – Glück für den FSV. Er habe sich vor der Partie einen direkt verwandelten Eckball von Angel di Maria in der französischen Liga auf Video angeschaut, berichtete Firat grinsend. Di Maria hatte am Samstag in der Partie von Paris St. Germain auf diese Art gegen Nimes getroffen.

Firat war gestern nah dran am argentinischen Stürmerstar. Das wäre aber auch die absolute Krönung gewesen. So einen Eckball kann nur jemand schießen, der enormes Selbstvertrauen hat. Firat hat das. Der Linksaußen, 2016 von Viktoria Griesheim gekommen, hat einen Lauf. Gegen den FSV verwandelte er früh einen Foulelfmeter.

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