Spanien in Brasilien wieder unter den Topfavoriten

Wenn die Fußballweltmeisterschaft 2014 am 12. Juni offiziell angepfiffen wird, wird auch Titelverteidiger Spanien wieder zu den aussichtsreichsten Anwärtern auf den WM-Titel zählen. Die „Furia Roja“ kann auf eine beeindruckende Länderspielbilanz in den vergangenen Jahren zurückblicken. Seit dem letzten Titelgewinn in Südafrika 2010 konnten die Spanier in 27 Bewerbsspielen 23-mal gewinnen. 

Trainer Vicente del Bosque, der mit den Spaniern den bisher einzigen WM-Titel 2010 holen und zwei Jahre darauf die Mannschaft auch zum dritten EM-Titel führen konnte, gab am 13.5. den vorläufigen 30-Mann Kader bekannt. Die drei spanischen Topvereine FC Barcelona, Real Madrid und Atlético Madrid sind am häufigsten vertreten. Gleich 18 Spieler, die sich schon vor vier Jahren Weltmeister nennen durften sind wieder dabei und lassen daher eine gewisse Kontinuität in del Bosque’s Kaderzusammenstellung erkennen. Neu in der Mannschaft sind unter anderen Bayerns Mittelfeldstratege Thiago, Atléticos Jungstar Koke sowie Torjäger Diego Costa, der sich gegen sein Geburtsland Brasilien entschieden hat und nun für Spanien aufläuft.

Spaniens Serie endet in Rio de Janeiro

Beeindruckend ist nach wie vor die Länderspielbilanz Spaniens, die in 27 Bewerbsspielen seit der letzten WM nur vier nicht gewinnen konnten. Einziger Wermutstropfen bleibt aber die herbe 0:3 Niederlage gegen Brasilien im Finale des als Generalprobe für die WM geltenden Confederations Cup im Vorjahr, womit auch eine Rekordserie von 29 nicht verlorenen Pflichtspielen zu Ende ging. Dementsprechend werden die Spanier ihre Vormachtstellung im Weltfußball bei der WM wieder unter Beweis stellen wollen. In der Gruppenphase sollte gegen Australien, Chile und den WM-Zweiten von 2010 – Niederlande – ein Einzug in die KO-Phase kein Problem darstellen.

„Tiki-Taka“ als iberisches Erfolgsrezept

Grundpfeiler des anhaltenden Erfolgs des spanischen Fußballs ist aber nicht nur der wohl mit Abstand teuerste, mit Stars gespickte Kader im Bewerb, sondern auch das Spielsystem und Trainer Vicente del Bosque, der Luis Aragonés nach dem Titelgewinn der Selección 2008 ablöste. Unter Aragonés wurde das 4-1-4-1 System eingeführt, welches del Bosque bis heute äußerst erfolgreich spielen lässt. So soll das dynamische, laufintensive Kurzpassspiel der Spanier auch bei dieser WM die Gegner wieder vor große Probleme stellen.

Brasilien als Topfavorit auf den Titelgewinn

Auch bei dieser WM ist die Dichte an potenziellen Titelgewinnern wieder hoch. Laut den aktuellen Quoten bei Sport Wetten Interwetten oder Tipico gilt Brasilien als absoluter Topfavorit, den Titel im eigenen Land, 12 Jahre nach dem Sieg bei der WM in Japan und Südkorea zu holen. Knapp dahinter reihen sich Deutschland und Argentinien ein. Titelverteidiger Spanien findet sich mit einer Quote von 7,50 : 1 auf dem vierten Platz. Außenseiterchancen werden etwa Belgien, Niederlande, Frankreich, Uruguay oder Italien zugeschrieben.

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