Türker hadert mit dem Fußballgott

Aus der Offenbach Post:
Dresden (cd) Die beiden werden sicherlich keine dicken Kumpels mehr: Kickers-Stürmer Suat Türker und Dynamo-Kapitän Maik Wagefeld gerieten im Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion gleich mehrfach verbal aneinander. Die eine oder andere Nickeligkeit gab es zwischen den beiden Routiniers ebenfalls. Und das nicht das erste Mal.

„Ich kenne Maik Wagefeld noch von früher, er ist ein netter Kerl“, sagte Türker und konnte sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen. Wenig später redetet der Offenbacher Stürmer dann Klartext: „Wagefeld redet viel und versucht, den Schiedsrichter zu beeinflussen. Das mag ich nicht. Da gehört es halt auch mal dazu, dass man die Mitspieler aufweckt und ein Zeichen setzt.“ Und den ersten Weckruf gab es von Türker bereits nach drei Minuten, als er von der Strafraumkante an Dynamo-Torwart Axel Keller scheiterte. Neun Minuten vor dem Ende kam es für den Rückkehrer aus Freiburg erneut zum „Kellerduell“, und wieder blieb der Dresdener Sieger: Mounir Chaftar hatte von der linken Seite punktgenau auf Türker geflankt, doch der brachte den Ball aus kurzer Entfernung nicht am Dresdener Schlussmann vorbei.

„Da haben die berühmten Zentimeter gefehlt“, sagte der Angreifer. „Ich habe versucht, so schnell wie möglich abzuschließen, mich aber leider für die Ecke entschieden, aus der der Torwart gerade kam. Schade, ich hätte der Mannschaft den Sieg gegönnt. Und mir natürlich auch.“ Das 1:1 sei „trotzdem ein schöner Erfolg“, so Türker. „Wenn der Fußballgott auf unserer Seite gewesen wäre, hätten wir sogar gewonnen. Ich hoffe, dass wir jetzt gegen Braunschweig den ersten Dreier holen.“

Während der 32 Jahre alte Stürmer weiter auf sein erstes Saisontor wartet, traf der diesmal im zentralen Mittelfeld eingesetzte Tufan Tosunoglu bereits zum achten Mal und brachte die Kickers damit in Führung. Allerdings fiel der Offensivspieler auch einige Male negativ auf, weil er beim Schiedsrichter reklamierte und sich nach Fouls teilweise recht theatralisch fallen ließ. „Tufan kann Fußball spielen und ist unglaublich talentiert, aber er soll sich wieder mehr auf das Wesentliche konzentrieren“, sagte OFC-Sportmanager Andreas Möller. „Ich habe bei ihm gegen Dresden einige Sachen gesehen, die mir nicht gefallen haben. Das wirkt teilweise aufreizend. Er muss da etwas aufpassen, das ist ein schmaler Grat.“

Trainer Hans-Jürgen Boysen wollte die Sache derweil nicht überbewerten. „Tufan hat sein Tor gemacht, sich auf dem Platz aber auch mit zu vielen anderen Dingen beschäftigt.“ Im Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig erwartet der Coach von dem Offensivspieler, dass er sich wieder ganz dem Spiel widmet.

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