Neymar macht Brasilien zum WM-Favoriten

Die Last wird tonnenschwer sein, wenn Brasiliens Fußballer 2014 die Mission WM-Titel in Angriff nehmen. Ein ganzes Land fordert den Pokal.

Um dies zu erfüllen, wurde Ende November noch schnell der Coach gewechselt. Erfolgstrainer Luiz Felipe Scolari übernahm das Ruder von Mano Menezes, der die Selecao wenig glanzvoll spielen ließ. Scolari bescherte Brasilien 2002 den letzten Titel. Er ließ Fußball zelebrieren, hatte Legenden wie Ronaldo und Rivaldo in seinem Team und gewann beim Turnier in Südkorea jedes Spiel.

Seit dieser goldenen Ära waren die Brasilianer bei Weltmeisterschaften eher glücklos. 2006 und 2010 schied man bereits im Viertelfinale aus. Schlimmer noch: Der Glanz der Selecao war vollkommen verschwunden. Während es 2006 am bereits hohen Alter der früheren Leistungsträger lag, war das Spiel 2010 von der konservativen Herangehensweise des Trainer Carlos Dunga, der Zauber gegen harte Arbeit eingetauscht hatte. So setzte er auf Abräumer wie Gilberto Silva und Ramires, einzig Robinho blieb als typischer Techniker übrig. Das wollte die fußballbegeisterte Nation nicht. Sie wünschte sich Spektakel, keine Arbeitssiege. So musste Dunga gehen.

2014 wird nun ein ganzes Land auf den neuen Superstar Neymar blicken. Er ist jung, technisch begabt und mit seiner extravaganten Haarpracht genau der Glamour-Star, den sich das Volk wünscht. Neymar hat durchaus das Potenzial, sein Team zum Titel zu führen.

Auch bei den Buchmachern sind die Brasilianer die Favoriten. „Die Quote für einen Brasilien-Erfolg liegt derzeit bei 4,75. Damit befindet sich die Selecao noch vor Titelverteidiger Spanien mit 6,00. Das ist durch den Heimvorteil der Brasilianer begründet. Das Publikum wird seine Stars euphorisch nach vorne peitschen“, so Fußball-Experte Michael Gradwohl von Interwetten Online Wetten.

Spanien wird dennoch alles versuchen, um den Brasilianern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Schließlich könnte man durch einen erneuten Gewinn den vierten Titel in Folge feiern. Deutschland will nach drei starken Turnieren ohne Finalteilnahme endlich einen Pokal in Händen halten. Trainer Joachim Löw wird daran gemessen werden, sollte es wieder nicht gelingen, dürfte seine Ära zu Ende sein.

Argentinien wird auf Superstar Lionel Messi hoffen. Dieser strahlte nicht immer im Trikot der Nationalmannschaft, in Brasilien könnte er sich aber zur Legende machen. Denn nichts würde sich Argentinien mehr wünschen, als dem Bruder den Pokal vor der Nase wegzuschnappen.

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