Sonderlob für den Rückkehrer

Aus der Offenbach Post:
Offenbach (joko) ‐ Vor sechs Wochen, als Hans-Jürgen Boysen noch Trainer war, hatte Mounir Chaftar keine Perspektive mehr bei den Offenbacher Kickers.

Der zum FSV Frankfurt gewechselte Boysen hatte für den Linksverteidiger nicht einmal mehr auf der Ersatzbank einen Platz, strich ihn aus dem Kader. Vor dem heutigen Hessenderby (20.15 Uhr/live hr-Fernsehen) beim SV Wehen Wiesbaden hat der neue Trainer Steffen Menze den 23-jährigen Chaftar in der Mannschaftssitzung mit einem Sonderlob bedacht. „Ich habe ihn bewusst vor der ganzen Mannschaft gelobt. Obwohl es in der Vergangenheit für ihn nicht leicht war, aus welchen Gründen auch immer, hat er sich nie hängen lassen, und im letzten Spiel tadellos gespielt.“

Für Menze war das Lob auch ein Hinweis an alle anderen Spieler des Kaders, „wie schnell es gehen kann, in die Mannschaft zu kommen. Es ist ganz wichtig, dass die Leute von der Bank Gas geben, Druck machen.“ Wenn sie dann ihre Chance bekommen, liegt es an jedem Einzelnen, sie zu nutzen, so wie es Chaftar nach der Verletzung von Maik Schutzbach zuletzt geschafft hat. „Es war eine schwere Zeit für mich. Ich war natürlich enttäuscht, aber ich habe den Kopf nie hängen lassen. Jetzt hoffe ich, dass ich mich festgespielt habe.“ Dazu muss Chaftar aber endlich die nötige Konstanz in seine Leistungen bringen. Bisher hat er noch nie zwei gute Spiele hintereinander gezeigt. „Mounir Chaftar ist auf einem guten Weg. Die Leistung gegen Stuttgart ist der Maßstab für ihn“, erwartet Menze auch in Wiesbaden die nötige Defensivstärke und klare Offensivaktionen von Chaftar auf der linken Seite.

Bei der Mannschaftsaufstellung hat sich Menze bereits festgelegt. Doch erst nach dem Abschlusstraining heute Vormittag, 10.30 Uhr, wird er sagen, wer als Auswechselspieler mitfahren darf. Wegen der U23-Regel müssen vier Spieler dabei sein, die noch keine 23 Jahre alt sind.

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