Angenehme Qual für Kickers-Trainer Boysen

Offenbach – (cd) So eng wie seit ein paar Tagen ging es bei den Offenbacher Kickers im Training schon lange nicht mehr zu.

Trainer Hans-Jürgen Boysen hat mit Ausnahme von Benjamin Baier, Tufan Tosunoglu (beide Reha nach Kreuzbandriss) und Daniel Goldschmitt (steigt nach Knieverletzung nächste Woche wieder ins Training ein) den kompletten Kader zur Verfügung und dazu in Patrick Huckle und Kevin Wittke noch zwei Testspieler dabei. Boysen sieht die Sache ganz pragmatisch: „Ich trainiere lieber mit 24 statt nur mit 18 Spielern.“

Dass er nach der Rückkehr von Mirnes Mesic (war zwei Spiele gesperrt) und Christian Fröhlich (fehlte zuletzt wegen einer Oberschenkelzerrung) nun vor dem Spiel bei Borussia Dortmund II (Samstag, 14 Uhr) die Qual der Wahl hat und mehr Spieler als bisher aus dem Kader für diese Partie streichen muss, bereitet dem Trainer wenig Kopfzerbrechen. „Das ist in Ordnung“, meint Boysen. „Bislang hat es bei uns noch nicht sehr viele Spieler getroffen. Bei anderen Klubs müssen jede Woche sechs Leute auf der Tribüne sitzen.“

Obwohl in Mesic nun wieder ein weiterer Angreifer zur Verfügung steht und Offensivallrounder David Ulm nach seinem Debüt (wurde beim 2:0 gegen Osnabrück eingewechselt) laut Boysen weiterhin „steigende Tendenz“ zeigt, denkt der Trainer derzeit nicht über eine Umstellung auf ein System mit zwei Stürmern nach. „Das ist kein Thema“, betonte Boysen. „Wir haben bereits in der Hinrunde der vergangenen Saison gezeigt, dass wir auch mit einer Spitze erfolgreich Fußball spielen können. Eine Umstellung auf ein System mit zwei Angreifern macht nur Sinn, wenn man dafür auch genug Stürmer zur Verfügung hat.“

Die Testspieler Kevin Wittke (rechts offensiv) und Patrick Huckle (links defensiv) sollen derweil noch eine Woche mittrainieren und auch beim Freundschaftsspiel am 18. August gegen eine Dietzenbach-Auswahl zum Einsatz kommen. „Danach werden wir zeitnah eine Entscheidung treffen“, so Boysen. Eine Tendenz gibt es nicht: „Beide ziehen gut mit.“

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