Tolle Hilfe vom Junior für Senior

Aus der Offenbach Post:
Offenbach – (joko) „Da lacht das Fußballerherz“, hatte Hans-Jürgen Boysen zuletzt von den Trainingsleistungen von Sebastian Rode geschwärmt. Deshalb war Offenbachs Trainer am Samstag auch nicht von der überragenden Leistung des 18-jährigen überrascht.

Erstmals in der Startelf übernahm der U19-Nationalspieler sofort die Regie im offensiven Mittelfeld. Und der angehende Abiturient bestand die sportliche Reifeprüfung in der 3. Liga mit Auszeichnung. „Er spielt geradlinig, mit Tempo, sucht die Tiefe und macht sehr wenige Fehler“, lobte Boysen seinen jüngsten Spieler im Kader, der noch bis 2011 beim OFC unter Vertrag steht. „Wenn er so weitermacht,“ glaubt nicht nur Boysen, „wird seine Karriere steil nach oben gehen.“

Bundesligareif das Zusammenspiel von Rode mit Suat Türker vor dem 2:0. Der Junior (18) bediente den Senior (33) mit einem „No-look-Pass“. Ein einstudierter Spielzug. „Das haben wir im Training schon ein-, zweimal gut hingekriegt“, berichtete Rode. „Der Junge hat so etwas drauf. Sebastian denkt gut mit und setzt das dann perfekt um“, lobt Türker die Spielintelligenz des Grünschnabels.

Für den Routinier war das 2:0 ein eminent wichtiges Tor. „Viele haben von der Torflaute gesprochen. Aber wir haben gezeigt, dass wir in der Offensive richtig gefährlich sind.“ Das bekam besonders Türkers alter Kumpel Angelo Barletta zu spüren, der einen rabenschwarzen Tag erwischte, und den Türker vor die vom Trainer erhofften unlösbaren Probleme stellte. Kein Vergleich mehr zur verkorksten Rückrunde 2008/09. „Das Verständnis ist jetzt viel besser“, lobt Türker die taktische Arbeit des Trainers. „Ich bin zufrieden mit ihm. Er hat einen guten Job gemacht. Nicht nur wegen des Tores“, sieht Boysen seinen Torjäger auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Ausgewechselt wurde Türker wegen einer Verletzung. Nach einem Tritt wurde sein Knöchel plötzlich taub. Gestern gab Türker Entwarnung. Für das nächste Spiel am Samstag in Dortmund besteht keine Gefahr. Zumindest nicht für seinen Einsatz. Eher für Dortmund.

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