Türker trifft und schweigt

Aus der Offenbach Post:
Jena (cd) Fußball kann manchmal ganz einfach sein. Wenn Schiedsrichter Robert Kampka aus Mainz pfeift und bei den Kickers Fouad Brighache von Anfang an linksaußen verteidigt, gewinnt die Kickers auswärts. Und zwar mit 2:0. Das war in Sandhausen so und das wiederholte sich nun in Jena, wo dem OFC zum zweiten Mal in dieser Saison ein Sieg auf fremden Platz gelang.

Und ein wichtiger noch dazu. „Mit diesem 2:0 haben wir uns etwas freigeschwommen. Das ist gut für unser Selbstvertrauen“, sagte Mittelfeldspieler Christian Fröhlich, der an alter Wirkungsstätte zwar die fünfte Gelbe Karte sah und nächsten Samstag gegen Aalen gesperrt ist, aber dennoch zufrieden war. „Das war eine schöne Rückkehr und ein schöner Sieg.“

Großen Grund zur Freude hätte nach seinem ersten Saisontor im sechsten Spiel auch Suat Türker gehabt. Doch der Stürmer, der in der Winterpause aus Freiburg zurückgekehrt war und die Erwartungen in den Spielen zuvor nur bedingt erfüllt hatte, wollte sich nach der Partie nicht äußern. Dafür sprachen andere. Zum Beispiel Andreas Möller. „Suat hat genau richtig gestanden. Dieses Tor kann sehr wichtig für ihn sein und kann ihm Selbstvertrauen geben“, lobte der Sportmanager und stellte klar: „Wir waren die ganze Zeit überzeugt von ihm. Mannschaft und Trainer haben ihn die ganze Zeit unterstützt.“ Für Torwart Robert Wulnikowski war es daher auch keine große Überraschung, dass Türker das 1:0 erzielte. „Mir war klar, dass er trifft. Irgendwann musste der Knoten ja platzen.“

Auch Vizepräsident Thomas Kalt freute sich mit dem Rückkehrer über seinen ersten Treffer. „Wenn das Tor von Suat dazu führt, dass die Diskussionen über ihn, die es ja ohnehin nur außerhalb des Vereins gab, enden, wäre das schön. Wichtig war aber, dass wir getroffen und gewonnen haben.“ Denn mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen (alle ohne Gegentor) haben die Kickers als Tabellensechster den Abstand nach oben verkürzt. Von Aufstiegsrelegationsplatz drei sprach Kalt nicht, aber vom vierten Rang, der die Qualifikation für den DFB-Pokal bedeutet, was auch „sehr wichtig“ sei.

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