Theodoridis darf nicht zum OFC

Aus der Offenbach Post:
Keine Freigabe / Heute letztes Testspiel in Würges

Von Jochen K o c h

Offenbach – Bis gestern hatten die Verantwortlichen der Offenbacher Kickers noch Hoffnung. Doch gestern Abend fiel dann die Entscheidung gegen den OFC. Georgios Theodoridis meldete sich telefonisch aus Griechenland und berichtete, dass er von seinem Verein, Eftenosis Ergotelis, keine Freigabe für einen deutschen Verein erhalten wird. Damit ist der Wechsel des offensiven Mittelfeldspielers nach Offenbach trotz langwieriger Verhandlungen endgültig geplatzt.

Trainer Jörn Andersen war am Samstag noch einmal nach Kreta geflogen, wollte Theodoridis beobachten und Details des Transfers besprechen. Doch der Kapitän des Tabellenletzten der griechischen Liga musste erstmals in dieser Saison (17 Spiele/ein Tor) auf der Ersatzbank Platz nehmen, als Konsequenz für seine Wechselabsichten. “Bei seinem Verein waren sie stinksauer, dass die Wechselabsichten bekannt wurden”, berichtete Andersen. Theodoridis wurde beim Stand von 0:1 in der 75. Minute eingewechselt, Endstand 1:1.

Der Berater von Theodoridis hatte schon vor einigen Tagen einen Transfer als kaum realisierbar bezeichnet. Paul Koutsoliakos konnte sich nicht vorstellen, dass der Tabellenletzte seinen Kapitän im Abstiegskampf freigeben würde. So ist es nun auch gekommen. Theodoridis wird seinen Vertrag bis Saisonende erfüllen, kann dann den Verein ablösefrei verlassen.

Die Kickers haben damit genau wie letzte Saison nicht den Wunschkandidaten ihres Trainers verpflichten können. Im Januar 2007 war man sich mit Ervin Skela einig, doch bevor der Vertrag unterschrieben wurde, entschied sich der Albaner kurzfristig für den Bundesligisten Energie Cottbus.

Jörn Andersen hatte in den letzten Tagen unmissverständlich klar gemacht, dass er noch einen offensiven Mittelfeldspieler benötigt. Als der Trainer die Verpflichtung sogar als “lebensnotwendig” bezeichnete, war klar, dass der Verein reagieren würde. Aber langsam wird die Zeit knapp. Am Donnerstag, 24.00 Uhr, endet die Transferperiode. Die Kickers haben nach eigenen Angaben noch weitere Optionen. Dabei handelt es sich um Spieler aus dem Ausland. Der angebotene Serbe Igor Stojakovic (FK Banat Zrenjanin) ist laut Sportmanager Michael Dämgen zu teuer. Der mazedonische Nationalspieler Stojan Ignatov hatte im Probetraining zwar einen guten Eindruck hinterlassen, aber kein Angebot bekommen und spielt inzwischen in China.

Es ist kaum anzunehmen, dass heute Abend (19.00 Uhr) im Testspiel beim Oberligisten RSV Würges ein neuer Spieler oder ein Testspieler dabei sein wird. Andersen war mit der bisherigen Vorbereitung so unzufrieden, dass er das letzte Testspiel in Würges zum Qualifikationsspiel für die Anfangsformation gegen den SC Paderborn (Sonntag, 14.00 Uhr) ausgerufen hat. Gedacht war der Test in Würges für die Reservisten und zuletzt verletzten Spieler, die Spielpraxis sammeln sollten. Aber jetzt werden wahrscheinlich fast alle Profis spielen. Denn Andersen sucht noch nach der besten Formation.

Alle vier Klubs auf den Abstiegsplätzen hinter den Kickers haben für den Kampf um den Klassenverbleib aufgerüstet. Der FC Carl Zeiss Jena hat für den Rückrundenstart am Wochenende gleich fünf Neue geholt, beim 1. FC Kaiserslautern sollen in diesen Tagen noch mindestens drei Neue kommen. “Wir legen personell noch nach”, kündigte Lauterns Teammanager Fritz Fuchs weitere Verpflichtungen an. Kandidaten sind Lawrence Aidoo (Energie Cottbus), Georges Mandjeck (VfB Stuttgart) und Christopher Lamprecht (VfL Wolfsburg) sowie der rumänische Nationalspieler Claudiu Julian Niculescu (Dinamo Bukarest). Benjamin Weigelt (Aachen) und der Rumäne Constantin Victoras Iakob (Steaua Bukarest) sind bisher die einzigen Neuen beim FCK.

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