Endet Negativserie gegen das Vorbild?

OFC-Trainer Andersen will künftig wie Freiburg spielen

Offenbach (app) – Die Bilanz ist beeindruckend: 69 Punkte holte Fußball-Zweitligist Sportclub Freiburg, am Sonntag, 14.00 Uhr, zu Gast bei Kickers Offenbach, im Kalenderjahr 2007 in 31 Pflichtspielen. Das ist der Spitzenwert im deutschen Profifußball. Da kommen sogar die Topvereine aus der 1. Liga wie der Hamburger SV (62), der SV Werder Bremen (60) oder der FC Bayern München (58) nicht hinterher. Die Offenbacher Kickers stellen das krasse Gegenstück. Sie häuften in den 31 Spielen lediglich 29 Zähler an – gemeinsam mit dem FC Carl Zeiss Jena weisen sie somit die schwächste Jahresbilanz aller 36 Profiklubs auf.

Auch der Blick auf die jüngere Statistiken sieht den Sportclub, der in der Vorsaison in Offenbach 3:2 siegte, eindeutig im Vorteil. Die Freiburger sind seit fünf Spielen ungeschlagen (11 Punkte, 11:6 Tore), die Kickers haben seit acht Spielen nicht mehr gewonnen. Sie holten dabei nur drei Punkte und erzielten drei Tore. Jede andere Mannschaft im deutschen Profifußball traf in diesem Zeitraum mindestens doppelt so häufig. In den beiden Spielen unter dem neuen Trainer Jörn Andersen haben die Kickers noch kein Tor erzielt.

Doch jede Serie geht einmal zu Ende. Andersen ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft im “Bekennerspiel” zumindest einen Punkt behält. Der 44-Jährige hat die Freiburger (“So wie sie spielen, will ich in Zukunft auch mit dem OFC spielen”) am Sonntag beim 2:2 gegen den TSV 1860 München beobachtet. Er sagt: “Sie sind technisch sehr stark, spielen schnellen Fußball. Wenn es aber richtig zur Sache geht, der Gegner körperbetont auftritt und sie keine Räume zum Kombinieren haben, bekommen sie Probleme.”

Auf dem Papier sei Freiburg mindestens genauso schwer zu spielen wie Mönchengladbach, behauptet Andersen. Dort, beim Tabellenführer der 2. Liga, verloren die Kickers zuletzt mit 0:3, waren chancenlos. Gestern nach dem Training (aufgrund des gefrorenen Platzes am Nachmittag statt am Morgen) präsentierte der Trainer seinen Spielern die DVD vom Gladbach-Spiel, wies auf die vielen Fehler – etwa im Spielaufbau – hin.

Personell wird sich beim OFC gegen den Tabellenzweiten kaum etwas ändern. Mittelfeldspieler Thomas Wörle (Rückenprobleme) und Linksverteidiger Sidney (Knorpelschaden im Knie, wurde gestern operiert) fallen aus. Innenverteidiger Moses Sichone klagt erneut über Rippenschmerzen. Beim Test am Dienstag in Alzenau (4:0) erkannte Andersen, dass Mittelfeldspieler Oualid Mokhtari “nach seiner Verletzungspause noch nicht so weit ist. Nach den Trainingseindrücken hätte er von Anfang an spielen müssen, aber Training und Spiel sind doch ganz was anderes”. Somit beginnt Marco Reich wohl wieder auf der rechten Außenbahn.

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