Türker kommt, trifft und geht

Aus der Frankfurter Rundschau:
ON SUSAN DOBIAS

Wolfgang Frank, Trainer der Offenbacher Kickers, ist ein hohes Risiko eingegangen. Aber nur auf den ersten Blick mag es sich gelohnt haben. Als seine Mannschaft am Freitagabend gegen TuS Koblenz 0:1 durch ein Tor von Ardian Djokaj (42.) zurücklag, winkte Frank nach dem Wechsel seinen Topstürmer zur Einwechslung heran: Suat Türker kam in der 55. Minute und sicherte seinem Team mit seinem Treffer zum 1:1 nur vier Minuten später den verdienten Punktgewinn (59.). “Es war ein Risiko, ihn zu bringen, dass musste ich eingehen”, sagte Frank. Aber nur wenige Minuten nach seinem Tor humpelte Türker verletzt vom Feld. Der linke Oberschenkel hatte zugemacht: Eine Zerrung. Nun rätselt der Coach, ob die Entscheidung wirklich richtig war. Denn noch ist nicht klar, wie lange der Stürmer erneut ausfallen wird.

Vor 9847 Zuschauern am Bieberer Berg war Türker zuvor schmerzlich vermisst worden. Die Partie war in der ersten Halbzeit zerfahren, Fehlpass reihte sich an Fehlpass. Die auf vier Positionen veränderten Gastgeber fanden nur schwer ins Spiel. Türker fehlte vorn merklich als Anspielstation. Und auch die auf den Außenpositionen veränderte Abwehr wirkte nicht sattelfest.

Die Kickers kamen erst nach 20 Minuten zaghaft vor das Gästetor, waren dabei aber gleich richtig gefährlich: Oualid Mokhtari setzte sich auf dem rechten Flügel durch und passte zu Stephan Sieger, der allerdings seinen Mannschaftskollegen Dino Toppmöller anschoss (24.).

Die Fans der Kickers quittierten die schwache Vorstellung des OFC mit Pfiffen. Nach Wiederanpfiff und ein paar lauten Worten von Trainer Wolfgang Frank erwischten die Gäste den besseren Start. Das Tor aber erzielte Türker. Ein womöglich teuer erkaufter Punkt.

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