Gegen den Abwärtstrend

Aus der Frankfurter Rundschau:
OFC empfängt Koblenz und steht nach drei sieglosen Spielen unter leicht erhöhtem Druck / Müller fällt aus
VON ANDREAS HUNZINGER

Wolfgang Frank ist kein Freund von zwischenzeitlichen Wasserstandsmeldungen. Obwohl die Offenbacher Kickers in der Zweiten Fußball-Bundesliga aus den vergangenen drei Partien lediglich einen Punkt verbucht haben, hält der Coach nicht viel davon, sein Team jetzt unter besonderen Druck zu setzen. Dennoch steht für den 56 Jahre alten Fußball-Lehrer vor dem morgigen Heimspiel (18 Uhr, Bieberer Berg) gegen die TuS Koblenz fest: “Wir brauchen ein Erfolgserlebnis und wollen dies auch haben.”

Denn obwohl der OFC mit 13 Punkten aus neun Spielen auf Platz acht in der Tabelle noch solide dasteht, soll der jüngste Abwärtstrend unbedingt gestoppt werden. Die Länderspielpause hat Frank deswegen intensiv genutzt. “Wir mussten keine Dinge aufarbeiten, haben aber viel trainiert”, erklärt der Coach. Der Respekt vor den Koblenzern trotz deren jüngster 0:5-Heimschlappe gegen Borussia Mönchengladbach ist indes groß: “Das ist eine Mannschaft mit hoher Qualität”, sagt Frank.

Zudem plagen den OFC-Coach Personalprobleme. Rechtsverteidiger Christian Müller fällt wegen einer Muskelquetschung im rechten Oberschenkel aus, die er sich im Testspiel vor zehn Tagen beim Bezirksoberligisten Spvgg. Neu-Isenburg zugezogen hatte. Wer ihn ersetzen soll, weiß Frank nicht. “Ich habe noch keine Ahnung”, gibt der Trainer zu. Allerdings spricht vieles für die Variante, die Frank beim 1:4 vor zwei Wochen in Köln wählte: mit dem gelernten Innenverteidiger Niko Bungert auf rechts.

Fraglich ist der Einsatz von Linksverteidiger Sidney (Knieprobleme) und von Suat Türker. Der Stürmer laboriert noch an einer in Köln erlittenen Oberschenkelzerrung. “Er hat seither nicht trainiert”, sagt Frank. Er will das heutige Training abwarten und erst nach einem Gespräch mit Türker entscheiden, ob der Torjäger im Kader steht. “Für das Team wäre es wichtig, dass er dabei ist”, so Frank. Zumal Türkers Sturmkollege Dino Toppmöller zuletzt auch angeschlagen war. Fiele Türker aus, würden wohl Toppmöller und Anestis Agritis den Angriff bilden.

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