Happe warnt den OFC vor Krupnikovic

Aus der Offenbach Post:
Paderborns Regisseur die zentrale Figur

Offenbach (app) – In den vergangenen dreieinhalb Jahren absolvierte der inzwischen 35 Jahre alte Markus Happe 93 Punktspiele für die Offenbacher Kickers (Regionalliga Süd: 46, 2. Liga: 47). In seinem ersten Pflichtspiel für seine neue Mannschaft, die Amateure von Bayern 04 Leverkusen aus der Oberliga Nordrhein, traf er in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den SC Paderborn. In Paderborn treten die Kickers am Sonntag, 14.00 Uhr, zum Auftakt der 2. Liga an.

Markus Happe, Sie haben mit Bayer 04 nur 0:1 verloren – das klingt nach einem engen Pokalfight, oder?

Markus Happe (35): Nein, aufgrund der großen Hitze war es kein richtiger Pokalfight. Wir haben dennoch lange gut Paroli geboten, erst am Ende hat etwas die Kraft gefehlt. Das Gegentor durch den eingewechselten David Siradze fiel in der 79. Minute, bis dahin hätten wir aber selbst drei Tore machen können. Ein Sieg für uns wäre durchaus möglich gewesen.

Das klingt nicht gerade nach einem übermächtigen Gegner für den OFC. Wie beurteilen Sie den SC Paderborn?

Happe: Paderborn hatte offenbar Respekt vor uns, trat mit zwei defensiven Mittelfeldspielern – Markus Krösche und Marc Gouiffe a Gouffan – und nur einem Stürmer, Timo Röttger, an. Der bundesligaerfahrene Nebosja Krupnikovic ist im Mittelfeld die zentrale Figur. Er hat auch unser Gegentor vorbereitet; von der rechten Seite mit dem linken Fuß. Das ist wirklich ein klasse Fußballer, den die Kickers unbedingt in den Griff bekommen müssen.

Was ist Ihnen noch beim SC Paderborn aufgefallen?

Happe: Das ist eine sehr disziplinierte Mannschaft. Bei Standardsituationen sind die Paderborner stets gefährlich. Sie haben einige Spieler mit Gardemaß in ihren Reihen. Aber das hat Kickers-Trainer Wolfgang Frank ja selbst gesehen, denn er war bei uns in Leverkusen vor Ort. Am Montag haben wir dann nochmals telefoniert und uns über die Partie unterhalten.

Die Kontakte nach Offenbach sind also nach wie vor vorhanden…?

Happe: Klar. Mit Co-Trainer Manfred Binz und Vizepräsident Thomas Kalt habe ich auch erst telefoniert. Zudem schaue ich stets auf den entsprechenden Internetseiten nach, um bei den Kickers auf dem Laufenden zu sein.

Was trauen Sie dem OFC in der neuen Saison zu?

Happe: Der Klassenerhalt sollte das Ziel sein. Auch wenn man’s kaum noch hören kann: Auch ich glaube, dass das die stärkste 2. Liga aller Zeiten ist. Da sind so viele tolle Klubs dabei wie Köln, Kaiserslautern und Mönchengladbach – da muss man sich erst einmal behaupten. Das wird schwierig genug.

Was erwarten Sie von Bayer 04 Leverkusen?

Happe: Unser Bundesligateam ist sehr gut verstärkt worden. Man hat richtig viel Geld ausgegeben. Wenn die Mannschaft ein oder zwei Jahre zusammenwächst, kann sie ganz nach oben kommen. Jetzt ist der Einzug in den UEFA-Pokal ein realistisches Ziel. In unsere zweite Mannschaft sind sieben A-Jugendliche aufgerückt, die im Juni Deutscher Meister geworden sind. Mit den Jungs, die gerade mal halb so alt sind wie ich, will ich in die Top-4. Wir wollen in die neue vierte Liga. Auch das wird schwierig, ist sicher nicht selbstverständlich. Wenn ich aber das hohe Niveau im Training sehe, dieses Tempo, dann bin ich zuversichtlich.

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